Terrassenbrunnen mit Homematic-Ansteuerung

Dieser Artikel stellt den Aufbau eines Terrassenbrunnen samt HomeMatic-fähiger Außensteckdose vor.

Die Steckdose

Um den Brunnen mit Hilfe des HomeMatic-Systems ansteuern zu können, wurde eine handelsübliche Aussensteckdose in Steinoptik aus dem Baumarkt modifiziert. Dazu wurde zuerst die Frontplatte mit den wasserdichten Steckdosen aus dem Stein ausgebaut und eine der Steckdosen gegen ein HomeMatic Funkmodul ausgetauscht.

Bei dem HomeMatic Funkmodul handelt es sich um den ELV Komplettbausatz Funk-Schaltaktor 2-fach für Markenschalter, den ich hierfür leicht zweckentfremdet habe. Der Funkschalter ist normalerweise als Unterputz-Ersatz für verschiedene Marken Schalterprogramme gedacht.

Der eigentlich für diesen Zweck gedachte Homematic 076794 Funk-Schaltaktor 2fach ist teurer und nicht als Bausatz erhältlich.

Um den Aktor in die Steckdose einbauen zu können, musste lediglich die vorhandene Öffnung der ausgebauten Steckdose in der Frontplatte leicht erweitert werden.

Da das vorhandene Dichtungsgummi der Steckdose nicht zu dem Schaltaktor passte wurde der Schaltaktor “fachmännisch” mit Heißkleber gegen eindringendes Wasser abgedichtet.

Hier sind einige Bilder von den Umbauarbeiten:

Der Brunnen

Die Auswahl an Gartenbrunnen ist riesig, die Zahl derer die man anschauen kann dafür umso geringer. Daher fiel die Wahl auch auf ein Brunnen Set mit Wasserreservoir welches eigentlich zum Vergraben im Garten gedacht ist. Normalerweise wird das Wasserreservoir in der Erde vergraben und der beigelegte Deckel mit Ziersteinen bedeckt.

Passende Ziersteine sind im 25 kg Sack im Baumarkt erhältlich. Für das ursprüngliche Wasserreservoir mit einem Durchmesser von ca. 65 cm reicht ein 25 kg Sack aus. Für das Endergebnis weiter unten kamen insgesamt 75kg Steine zum Einsatz. Damit das Brunnenwasser auch klar bleibt, müssen die weißen Steine zuvor mehrfach mit Wasser abgespült und gereinigt werden. Ein wirklich gutes Ergebnis erzielt man leider nur, indem man wirklich jeden Stein einzeln anfässt.

Das ganze wurde testweise einmal direkt auf der Terrasse aufgebaut:

Den Brunnen terrassentauglich machen

Um den Unterbau des Brunnens terassentauglicher zu machen, fiel die Wahl auf ein Edelstahlbecken (120x80cmx20cm). Das Becken ist deutlich flacher als das ursprüngliche Wasserreservoir, dafür ist es breiter und tiefer. So fängt es auch deutlich mehr Spritzwasser auf, als das ursprüngliche Wasserreservoir. Gerade das ist auf der Terrasse doch praktisch.

Der beiliegende Kunststoffdeckel konnte so jedoch nicht mehr verwendet werden. Daher musste ein geeigneter Unterbau her, der sowohl die Last des Brunnens als auch die der Steine aushält. Die Wahl fiel auf 3 Kiesweg-Stabilisierungsmatten, welche durch einen Unterbau aus Rechtecksteinen entsprechend unterstützt wird. Beides ist günstig im Baumarkt erhältlich.

Ein Rechteckstein ist 6 cm hoch, zwei Rechtecksteine bilden mit 12 cm damit eine ideale Höhe um das Kunststoffgitter mit etwas Abstand vom Boden des Reservoirs zu halten. Die Rechtecksteine werden in dem Edelstahl Reservoir so verteilt, dass sie die Kunststoffmatten in regelmäßigen Abständen unterstützen. Außerdem werden vier Rechtecksteine direkt unter die Granitsteine des Brunnens platziert, so dass das Gewicht dieser Steine direkt abgefangen wird.

Abschließend wurde noch ein Fliegengitter auf den Kunststoffmatten ausgebreitet, um zu verhindern das kleine Kiesel durch das Gitter in das Reservoir fallen bzw. um auch direkt davon abzuhalten in das Reservat zu rutschen und so die Pumpe zu verstopfen. Außerdem wurde aus der Kunststoffmatte noch eine Wartungsöffnung herausgeschnitten um einfach an die darunterliegende Technik zu kommen. Bevor die Steine auf dem Brunnen kommen, wird die Wartungsöffnung einfach mit einem kleinen Kunststoffteller abgedeckt.

Damit der Basissockel des Granitbrunnen sich etwas aus den weißen Ziersteinen abhebt, wurden unter diesen einige Fliesenscherben unterlegt.

Die Beleuchtung

Das Brunnen Set verfügte von Haus aus bereits über zwei LED Ringe die den Wasseraustritt entsprechend beleuchten. In der Dunkelheit war von den beiden Granitsäulen jedoch nicht mehr viel zu sehen, deshalb entschlossen wir uns hier eine zusätzliche Beleuchtung zu platzieren. Diese sollte entsprechend unauffällig im Wasserreservoir platzierbar sein.

Die Wahl fiel auf ein Gartenbeleuchtung-Set von Osram mit 9 Lichtquellen zu je 0,5 Watt. Diese haben den Vorteil dass die einzelnen Lichtquellen flexibel ausgerichtet werden können.

Fertig!

Abschließend gibt es zwei Bilder des Endergebnisses sowohl bei Tag als auch in der Dämmerung: